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Historische Plätze in Berlin
 
Alexanderplatz

Bei der Neuerbauung des Ost-Berliner Zentrums 1966–1971 erhielt der Platz seine gegenwärtige Gestalt. Der Platz wurde um 1700 als Viehmarkt genutzt. Später kamen ein Wollmarkt und ein Exerzierplatz hinzu. Seinen heutigen Namen erhielt der Platz 1805 anlässlich des Besuches von Zar Alexander II. Vom 19. zum 20. Jahrhundert verlor der "Alex" mehr und mehr den Charakter eines Handelsplatzes und entwickelte sich mit der Errichtung eines Fernbahnhofs für die Stadtbahn 1882 zu einem Verkehrsknotenpunkt.
Der Platz, der literarische Berühmtheit durch den Roman "Berlin Alexanderplatz" (1929) von Alfred Döblin erhielt, wurde im Krieg fast vollständig zerstört. Bei der Neuerbauung des Ost-Berliner Zentrums 1966–71 erhielt der Platz seine gegenwärtige Gestalt. Es entstanden der Bau des ehemaligen Centrum-Warenhauses, die sich anschließenden Alex-Passagen sowie das 123 m hohe Hotel Park Inn Berlin Alexanderplatz und der den Platz überragende Fernsehturm. Auf dem Platz befindet sich die 1969 aufgestellte Weltzeituhr und der ebenfalls 1969 errichtete Brunnen der Völkerfreundschaft.
Anfahrt Alexanderplatz:
S-Bahn: S5, S7, S75, S9
U-Bahn: U2, U5, U8
Bus: 100, 148, 200


Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen Berlins. Es versteht sich als Symbol der deutschen Einheit. Es wurde 1788 bis 1791 von Carl Gotthard Langhans nach dem Vorbild der Propyläen zu Athen erbaut und bildet den westlichen Abschluss der Straße Unter den Linden am Pariser Platz. Es ist 26 m hoch und gut 65 m breit. Die Tiefe des Mittelbaues mit seinen fünf Durchfahrten beträgt 11 m. Die 15 m hohen dorischen, nach ionischer Art kannelierten Sandsteinsäulen haben am Fuß einen Durchmesser von 1,75 m. Nach der Niederlegung der Stadtmauer 1867/1868 fügte der Schinkel-Schüler Johann Heinrich Strack 1868 dem Tor zu beiden Seiten die niedrigeren offenen Säulenhallen an. Die von Johann Gottfried Schadow geschaffene Quadriga (Viergespann) auf dem Tor war aus Kupfer getrieben und wurde 1794 aufgestellt. Die Franzosen unter Napoleon I. brachten sie 1807 als Kriegsbeute nach Paris. 1814 holten die Preußen sie zurück und fügten in den Kranz auf dem Stab der Friedensgöttin ein Eisernes Kreuz ein. Torgebäude und Quadriga wurden im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1956 bis 1958 vollständig restauriert. Die originalen Gussformen für die Quadriga befanden sich noch im Depot der West-Berliner Firma Noack.

Das Brandenburger Tor wurde nach dem 13. August 1961 durch die Sperranlagen des DDR-Grenzregimes abgeriegelt. Nach der Wende in der DDR und einem Freudenfest am 9. November 1989 wurde es am
22. Dezember 1989 geöffnet. Die Sperranlagen wurden danach vollständig beseitigt. Die Quadriga, die in der Silvesternacht 1989/90 beschädigt wurde, wurde 1991 restauriert.


Checkpoint Charlie

Der Checkpoint Charlie war der bekannteste Berliner Grenzübergang durch die Berliner Mauer zwischen
1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße zwischen Zimmerstraße und Kochstraße (beim gleichnamigen U-Bahnhof) den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 in Folge des Mauerbaus eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals und ausländischer Diplomaten erfassen zu können.
Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland sowie von DDR-Funktionären benutzt werden.

Der ehemalige Grenzübergang Checkpoint Charlie ist heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Am 13. August 2000 wurde ein originalgetreuer Nachbau der ersten Kontrollbaracke enthüllt. Die aufgestapelten Sandsäcke sind mit Beton statt Sand gefüllt.
Anfahrt U Kochstraße:
U-Bahn: U6
Bus: M29


Mauermuseum

Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie wurde am 14. Juni 1963 in unmittelbarer Nähe zur Berliner Mauer eröffnet. Es sind Fotografien und Exponate der Trennung Deutschlands ausgestellt. Vom 31. Oktober 2004 bis zur Räumung am 5. Juli 2005 stand auf einem gepachteten Gelände das umstrittene Freiheitsmahnmal, eine aus originalen Mauersegmenten neu errichtete weiß gestrichene Mauer und 1067 Gedenkkreuze für die Opfer des DDR-Grenzregimes.
Anfahrt U Kochstraße:
U-Bahn: U6
Bus: M29


Potsdamer Platz

Der neu gestaltete Potsdamer Platz ist eines der sehenswerten Highlights in Berlin. Die vielen Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Theater und Kinos und vor allem die Bauwerke der neuen Architketur ziehen Besucher aus aller Welt an.
Der "alte" Potsdamer Platz war eine Straßenkreuzung, die sich zu einem der verkehrsreichsten Plätze Europas entwickelte. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz zerstört, welches verödete, nachdem an der Schnittstelle zwischen amerikanischem, britischem und sowjetischem Sektor die Mauer gebaut wurde. Nach dem Mauerfall wurde der Potsdamer Platz zur größten Baustelle Europas. Zwischen 1993 und 1998 entstand auf dem Gelände ein völlig neues Quartier mit Bürogebäuden, Geschäften, Hotels, Wohnungen und Restaurants sowie das Stella-Musicaltheater und das Spielcasino. Das debis-Haus wurde von Renzo Piano entworfen. Daneben befinden sich die Arkaden am Potsdamer Platz, eine Meile mit zahlreichen Geschäften und dem IMAX-Kino. Im Jahr 2000 eröffnete das Sony-Center. Sieben Gebäude sind um das Forum herum gestaltet. Konzipiert wurde eine lichtdurchflutete Arena mit gefalteter Zeltüberdachung. Der futuristisch anmutende Bau beherbergt das neue Filmhaus mit dem Filmmuseum, zwei Kinos, ein IMAX-Filmtheater und viele Restaurants. Im Bau integriert sind das Frühstückszimmer, der Kaisersaal des ehemaligen Hotel Esplanade. Der 1.300 Tonnen schwere neobarocke Kaisersaal wurde in einer spektakulären Aktion auf Luftkissen um ca. 70 Meter versetzt und dient heute als Restaurant. In dem mit roten Klinker versehenen Kollhoff-Gebäude befindet sich der schnellste Fahrstuhl ganz Europas, der zu einer Panoramaplattform mit atemberaubendem Rundblick führt. Anfang 2004 eröffnete das elegante Beisheim Center am Lenné-Dreieck mit Hotels, Büros und Wohnresidenzen.
Anfahrt Potsdamer Platz:
S-Bahn: S1, S2
U-Bahn: U2
Bus: 123, 148, 200


Hackesche Höfe Berlin

Die Geschichte der Hackeschen Höfe Berlin beginnt im Jahre 1858 mit dem Erwerb des Grundstücks in der Rosenthaler Str. 40 durch den Glaswarenfabrikanten Hans Quilitz. Das Areal wird durch den Ankauf weiterer Grundstücke durch die Erben erweitert. In den Jahren 1906/07 werden auf dem Gelände die Hackeschen Höfe durch den Architekten und Bauunternehmer Kurt Berndt und den Architekten August Endell erbaut. Nach wechselvoller Geschichte werden die Höfe schließlich 1996/97 restauriert und saniert. Heute können sie in den Hackeschen Höfen einkaufen, viele Restaurants oder Cafes besuchen, ins Kino, Theater oder Varieté gehen. Unbedingt ansehen!
Anfahrt: S Hackescher Markt
S-Bahn: S5, S7, S75, S9
U-Bahn: U8 Weinmeisterstraße
Tram: M4, M5
 
 
 


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